Maxine Howard begeistert Besucher bei Konzert in Dittelsheim-Hessloch

Von
Matthias Wildner
DITTELSHEIM-HESSLOCH Die evangelische Kirche in Dittelsheim war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Maxine Howard ihr Gospelkonzert gab. Da die weit über die Grenzen ihrer Wahlheimatstadt Mainz bekannte Gospelinterpretin nicht zum ersten Mal in Dittelsheim vor ihrer Fangemeinde auftrat, kamen die Besucher von weit her angereist, um der einprägsamen Stimme und den mitreißenden Rhythmen beizuwohnen.
Als vor Jahren im Rahmen eines Ruanda-Projekts Maxine Howard das erste Mal in der Dittelsheimer Kirche auftrat, konnten nur wenige Einheimische mit ihrem Namen etwas anfangen. Diejenigen, die damals die Kirche füllten, machten die Pastorin mit ihrer Mundpropaganda aber schnell zum „Geheimtipp“, der von da an in regelmäßigen Abständen dem rheinhessischen Winzerdorf ihre Aufwartung machte.
Während sich einige Frühaufsteher über das bevorstehende Konzert und ihre Vorfreude auf Maxine Howard unterhielten, fragten sich andere, die durch das Läuten der Glocken den Kirchturm näher betrachteten, wie ein, einer Zitronenpresse gleichender Turm, der eher auf einem andalusischen Plaza vermutet werden könnte, in ein so beschauliches Dorf in Rheinhessen kommt. Die danach anschließende Diskussion, die mehrere Antwort-Varianten hervorbrachte, ließ die Zeit bis zum Beginn des Konzertes wie im Fluge vergehen.
Als sich die Kirchentüren öffneten, wurde die wartende Menge mit einem neuen Song der sympathischen Solistin empfangen, welcher gleich dazu führte, dass das lange Warten vergessen wurde. Mit Liedern wie „Go down Moses“ und „Swing low sweet chariot“ brachte Frau Howard dann die Menge der Besucher dazu, im Rhythmus mitzuklatschen und zu singen.
Endgültig in ihrem Bann waren die Zuhörer als die Anfangstöne von „He’s got the whole world in his hand“ erklangen. Jetzt war kein Anwesender mehr auf seinem Sitz zu halten und selbst die älteren Gäste vergaßen die Steifheit eines „normalen“ Gottesdienstes. Nachdem die Menge so angeheizt war, wunderte sich niemand über die Selbstverständlichkeit, mit der sich alle an den Händen fassten, um Maxine Howard mit kräftigen „Halleluja-Rufen“ bei ihrem Gebet zu unterstützen. Spätestens da zweifelte kein Konzertbesucher mehr an Frau Howards Lebensmotto: „Gospel Musik ist kein Hobby, sondern eine Lebensart, die Jesus Christus gewidmet ist.“
Dass Pastorin Howard nicht ohne einige Zugaben aus dem etwas anderen Gottesdienst entlassen wurde, verstand sich von selbst und etliche Besucher konnten dabei beobachtet werden, wie sie die Kirche mit einem leise gesummten Lied auf den Lippen verließen.
Der am Ausgang positionierte Klingelbeutel füllte sich rasch mit Münzen und Scheinen, worüber sich vor allem die evangelische Pfarrerin, Rita Schaab, freute. Denn die bevorstehende Renovierung des ältesten Gebäudes in Dittelsheim ist aus finanzieller Hinsicht noch nicht abgesichert.