Wie gut, dass es noch solche Menschen gibt! Die noblen Ritter der SPD, die Ypsilanti zum Scheitern verurteilten, taten dies nicht aus persönlicher Rache, sondern aus Gewissensgründen! Ihr Gewissen zeigte sich mysteriöser Weise zwar sehr spät, genauer gesagt nach Erscheinen des Koalitionsvertrages, aber es zeigte sich. Seltsam ist, dass mit Jürgen Walter, ausgerechnet Flughafen-Fan, der vorher keineswegs ein Gewissen hatte, ein Ypsilanti-Gegner zum frommen Mönch wurde. War sein Motto vor der Eingebung nicht noch „Ich schicke die Leute aufs Dach und stoße dann die Leiter weg“? Wie nobel! Wenden wir uns nun zu Carmen Everts und Silke Tesch. Kein Wort gegen Ypsilanti hörte man sie jemals sagen, bis der Vertrag ihr Gewissen in Gang setzte.
Plötzlich sind alle Bildungs- und Energiethemen, die bis dato noch so wichtig waren nur Nebensache. Warum? Weil Ypsilanti Wortbruch begangen hat! Hatte sie dies jedoch nicht schon vor Monaten getan? Und war es den beiden damals nicht noch egal gewesen? Offenbar sind diese „Ritter“ keineswegs so nobel wie es scheint. Viel eher sind es Menschen mit einem Gewissen, das der Rache folgt.
Konstantin Mende, Klasse 8b der Helene-Lange Schule