Sorgenkinder suchen ein neues Zuhause

Von
Melanie Paulmichl
Nico ist das größte Sorgenkind im Tierheim Mainz. Er ist zwölf Jahre alt, fast taub und hat Hüftprobleme. Deswegen muss er ständig zum Tierarzt.
Seine ehemaligen Besitzer konnten die Medikamente nicht mehr bezahlen und gaben ihn beim Tierschutzverein ab. Nun wartet der Bobtail schon seit fast drei Monaten auf ein neues Herrchen.
Es gibt aber auch andere Tiere, um die sich die Tierschützer kümmern müssen. Da sind z.B. die Hausschweine, deren Größe die Besitzer unterschätzt hatten. Sie wurden einfach in die Garage gesperrt und ihrem Schicksal überlassen. Aufmerksame Nachbarn zeigten die unhaltbaren Zustände an, und die Schweine wurden daraufhin beschlagnahmt.
Jede Woche kommen etwa zehn neue Tiere ins Tierheim, jährlich dazu rund 20 bis 30 misshandelte oder kranke. Meist handelt es sich um Hunde, die ihren eigenen Kopf haben und nicht das machen, was der Besitzer will. Dann greifen manche Leute gern zur Zeitung, um das Tier zu schlagen. Damit sich die gequälten Tiere an ein normales Leben ohne Gewalt gewöhnen, brauchen sie die Hilfe von Pflegern, Tierärzten und Tierschulen.
Einige Insassen des Tierheims wurden auch aus dem Ausland gerettet. So zum Beispiel eine Schäferhündin, die in einer Garage lebte und nicht mehr laufen konnte. Eine Tierschutzorganisation fand die gepeinigte Hündin und konnte sie mit Hilfe des Mainzer Tierheims nach Deutschland bringen. Hier bekam sie ein neues Hüftgelenk und konnte vermittelt werden.
Die Autorin ist Schülerin der 8c der Realschule Lerchenberg