Es war bestimmt nicht einfach für Celanese, eine Entscheidung zu treffen, das Ticona-Werksgelände an Fraport zu verkaufen. Aber es war eine gute Entscheidung, denn eine neue Landebahn wird einfach gebraucht. Die internationale Konkurrenz ist zu hoch, wenn der Frankfurter Flughafen einer der größten Flughäfen bleiben will oder sogar der größte werden soll, dann muss man den Flughafen, seine Pisten, Terminals und Gebäude vergrößern oder neu dazu bauen.
Das Ticona-Werk stellt auch eine Gefahr da, weil es nah an dem Flughafen liegt. Falls einmal ein Flugzeug in das Chemiewerk abstürzen sollte, dann könnten giftige Gase in die Luft kommen, was in einer dicht besiedelten Gegend wie dem Rhein-Main-Gebiet sehr gefährlich sein kann. Viele Leute würden vergiftet werden und auch der Umwelt würde es sehr schaden.
Natürlich hat der Bau der neuen Nordwestbahn auch seine kleinen Nachteile, genau wie der yyUmzug des Chemiewerks. Als erstes: Die Arbeitsplätze werden zwar teilweise von Fraport übernommen, ob aber jedoch alle Mitarbeiter der Firma Ticona damit zufrieden wären, ist unklar. Falls Ticona nach Frankfurt-Höchst ziehen sollte, wäre der ganze Umzug kein so großes Problem mehr. Fraport hat mit dem Kauf des Chemiewerkes auch ein weiteres Problem „aus dem Weg geräumt“, denn die Leute in den umliegenden Orten und Städten, die gegen den Frankfurter-Flughafen-Ausbau geklagt haben, haben jetzt eine noch geringere Chance, ihren Prozess zu gewinnen, was nach meiner Meinung gar nicht gut wäre, denn ohne den ausgebauten Frankfurter Flughafen würde Frankfurt wahrscheinlich auch keine Business-Stadt mehr sein wie heute.
Sebastian Oehme, Klasse 8 b der IGS Kastellstraße, Wiesbaden