DELFINTHERAPIE Sportler unterstützen Finanzierung

Von Janeva Rich
und Theresa Westphal
WÖLLSTEIN. Unter dem Motto „Wir halten uns fit und sammeln für Lea“ läuft eine große Spendenaktion im „Sports and more“-Fitnessclub in Wöllstein – denn die kleine Lea benötigt eine Delfintherapie.
„Anlass hierfür war ein Gespräch mit Leas Mutter, die auch Mitglied bei uns ist“, erklärt die Inhaberin des Fitnessclubs Alexandra Rich. „Wir haben uns über die hohen Kosten für die Delfintherapie unterhalten, wofür die Krankenkasse nicht aufkommt.“
Die elfjährige Lea aus Biebelnheim besucht derzeit eine Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und geht gerne ins therapeutische Reiten und Schwimmen. Sie kann bisher nicht alleine laufen, nicht sprechen und benötigt bei allen Dingen des täglichen Lebens die Unterstützung von anderen. Seit der letzten Therapie kann sie mit etwas Hilfe ein paar Schritte laufen und mit Handzeichen auf Fragen mit Ja antworten.
Genau hier soll die Delfintherapie in Curaçao anknüpfen. Zum Hintergrund: Dr. David Nathanson gilt als Gründer der Delfintherapie und kam zu dem Schluss, dass die drei wichtigsten Aspekte, die die Aufmerksamkeit auch gesunder Kinder bekanntlich am besten fesseln, nämlich warmes Wasser, Tiere und Musik, auch in der Therapie mit behinderten Menschen zu Erfolgen führen müssen.
Die kleinen Patienten bekommen von Montag bis Freitag über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen Therapieeinheiten. Zu Beginn einer Therapieeinheit werden in einer halbstündigen „trockenen“ Vorbereitungsphase die Ziele für den jeweiligen Tag gesteckt. Jede Anstrengung wird groß gelobt, fast gefeiert. Zur Belohnung geht es dann ins Wasser zu den Delfinen. Damit die Delfine nicht überlastet werden, gibt es auf Curaçao maximal vier Sitzungen am Tag mit den Therapiedelfinen Tela, Nemo und Mateo.
Behandelt werden unter anderem Autismus oder Spastiken, doch die Liste kann unendlich verlängert werden. Zusammengefasst kann eine Delfintherapie Kindern helfen, die sich nicht wie ihre Altersgenossen entwickeln.
Für das Team vom „Sports and more“-Fitnessclub stand sofort fest, dass solch ein Projekt unterstützt werden muss. Start war eine Fahrradtour, beim anschließenden Grillen wurde gesammelt und der Grundstein war gelegt. „Wir haben unsere Mitglieder mit einer eigens dafür gestalteten Wand über die Aktion informiert und sind von der Anteilnahme und Spendenfreudigkeit überwältigt“, schildert Alexandra Rich.
Es sind noch weitere Veranstaltungen in Planung wie zum Beispiel ein Indoor-Cycling und ein Rowing-Event, ein Benefiz-Fußballspiel und vieles mehr. Spenden kann man im „Sports and more“ noch bis Ende Oktober, damit genug Geld für Leas Therapie zusammenkommt.