Die Unterrichtsgarantie plus aus Schülersicht

HESSEN Seit Anfang des Schuljahres gibt es die Unterrichtsgarantie plus, die den Schülern bis zur 10. Klasse einen flächendeckenden Unterricht verspricht. Kann die Unterrichtsgarantie plus ihre Versprechung halten?
Das Kultusministerium Hessen hatte die Unterrichtsgarantie eingeführt, damit nicht mehr so viele Stunden an Hessens Schulen ausfallen. Die Lehrer, die den Vertretungsunterricht leiten, wurden aus den Oberstufenklassen abgezogen, so dass zum Beispiel in der 11. Klasse sieben Stunden pro Woche ausfielen.
Am Schulanfang fehlten zirka 130 Lehrerstunden, das heißt fünf volle Lehrerstellen. Das staatliche Schulamt konnte nicht genug Lehrer zur Verfügung stellen. Frau Wolff meinte, dass die Ersatzkräfte „qualifiziert“ sind, doch die meisten sind es im pädagogischen Bereich nicht. Denn diese Ersatzkräfte wurden weder von uns Schülern, noch von den Lehrern akzeptiert. Dazu kam auch noch, dass die Referendariatszeit im Herbst endete. So konnte man erst ab Herbst eine volle Stundentafel vorzeigen. Vorher mussten alle Lehrer Überstunden machen, maximal drei pro Monat. Das muss in nächster Zeit abgebaut werden.
Klassenfahrten und Projekttage waren Hauptgründe des Stundenausfalls, sie betrugen 70 bis 80 Prozent. Der Unterricht wurde zwar vertreten, aber die Ersatzkräfte hatten die für den Unterricht vorgesehenen Materialien nicht und sie hatten den Unterricht auch nicht sorgfältig genug vorbereitet. Außerdem hatten die Oberstufenklassen weniger Unterricht.
Folglich konnte die Unterrichtsgarantie plus ihre Versprechungen nicht halten, da weniger Unterricht für alle Klassenstufen stattfand.
Maximilian Lohenner und Florian Hopp, Klasse 8d der Main-Taunus-Schule, Hofheim