AZ-BILDUNGSOFFENSIVE Gonsenheimer Achtklässler bekommen Lust aufs Zeitunglesen

MAINZ (red). Die Tageszeitung ist nicht nur etwas für Erwachsene – es steckt auch jede Menge Interessantes für junge Leute drin. Das wissen jetzt die Schüler der Klasse 8 e des Gymnasiums Gonsenheim, nachdem sie an der AZ-Bildungsoffensive „Schüler lesen Zeitung“ teilgenommen haben. Tag für Tag haben sie in ihrer AZ geblättert, gelesen und über Themen diskutiert. „Es ist schon ziemlich interessant, zu erfahren, was so passiert“, sagt Tara, und ihre Mitschülerin Vanessa ergänzt: „Es hat Spaß gemacht, mehr über die Welt zu erfahren.“
Aber wie kommen Nachrichten überhaupt ins Blatt? Wer schreibt sie, wer kümmert sich um die Bilder? Um mehr übers „Zeitungsmachen“ zu erfahren, hat die 8 e den Bildredakteur Sascha Kopp und Lokalredakteurin Kirsten Strasser eingeladen. Die Jungen und Mädchen erfahren, dass jeden Morgen in einer Konferenz die Themen für die nächste Ausgabe festgelegt werden _ und andächtig lauschen sie, als Fotograf Sascha Kopp erzählt, wie er bei einem Pressetermin auf den Dalai Lama traf.
Auch einen Ausflug ins Druckzentrum in Mombach hat die Klasse hinter sich. „Der war spannend – mal die großen Maschinen zu sehen, war sehr interessant“, meint Mirco. Und während Leonard zwar anerkennt, dass in einer Zeitung „viel Arbeit steckt“, ansonsten aber eher Erwachsene als Zielgruppe ausmacht, findet es Parastou wichtig, dass auch Jugendliche in die Zeitung schauen. „Wir haben eine andere Art des Lesens kennengelernt“, erklärt das junge Mädchen, „eine, die mehr bildet. Sonst werden ja eher Zeitschriften gelesen.“
Lehrerin Ulrike Röper ist stolz auf ihre Klasse – die habe „hervorragend“ mit der Tageszeitung gearbeitet, freut sich die Pädagogin. Die Schüler hätten ausgezeichnete „Lesetagebücher“ erstellt, die zeigten, dass sich die Jungen und Mädchen mit großem Interesse allen Zeitungsinhalten gewidmet hätten. Richtig Lust auf die „tägliche Dosis AZ“ hat jedenfalls Lea bekommen. „Die Zeitung liegt ja eh bei uns zu Hause jeden Tag auf dem Tisch. Jetzt werde ich bestimmt öfter mal reinschauen.“