In Schule im Rotental gibt es neben Unterrichts- auch Therapiezimmer

Von
Marc Diefenthäler
69 Schüler, die auf acht Klassen aufgeteilt sind, im Alter von sechs bis 20 Jahren, und mehr als 20 Lehrerinnen und Lehrer kommen morgens in die Schule im Rotental. Die Klassen dort sind ähnlich wie an anderen Schulen in Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe und Oberwerkstufe eingeteilt, werden aber je nach Fähigkeiten, Fertigkeiten, Lernfortschritte und Leistungen der Kinder individueller gestaltet.
Zusätzlich zu der Betreuung in den eigenen Klassen haben die Lehrer die Möglichkeit, in Therapieräumen zu unterrichten. So gibt es zum Beispiel einen Snoezel-Raum (holländisch: Entspannung), eine Lehrküche (mit unterschiedlicher Arbeitshöhe), einen Töpferraum/Werkraum, zwei Musikräume und einen Aufenthaltsraum mit Musikanlage für Schüler ab 16 Jahren.
Die Schule hat auch Arbeitsgruppen eingerichtet, wie zum Beispiel das Fußballteam, die Computer AG und die Kunst AG, die an Wettkämpfen gegen andere Behindertenschulen teilnehmen und schon viele Pokale gewonnen haben. Neben den Erziehern arbeiten auch Integrationshelfer an der Schule, die Kinder betreuen, die besondere Hilfe benötigen. Es gibt auch einen Referenten, der Lehrern und Schülern die internationale Gebärdensprache beibringt.
Nach Auskunft von Schuleiter Jürgen Gorgels wird sich die räumliche Situation für die Förderschule bald zum Besseren werden, denn gegenwärtig wird in der Stadtmitte von Alzey, auf dem Grundstück der ehemaligen Kreismusikschule, eine neue Sonderschule gebaut. Hierbei setzt der Schulleiter auf bessere Therapie- und Unterrichtsmöglichkeiten durch ein neues Schulgebäude, das bis Sommer 2009 fertiggestellt sein soll und im Gegensatz zum alten Gebäude größer und wesentlich behindertenfreundlicher ist.
Realschule Wörrstadt,
Klasse 8b