Ein Plädoyer für die Mädchenschule – ohne Jungs läuft es besser

Von Sarah Berthes, Katharina Schuster und Katharina Schantz
„Die Mädchenschule – veraltet oder zukunftsweisend?“ Diese Frage haben sich Anfang des Jahres viele Eltern gestellt, als sie sich Gedanken um den weiteren Schulweg ihrer Töchter gemacht haben.
Hat eine reine Mädchenschule Vorteile? Nun, das scheinen einige Eltern zu glauben. Am Beispiel der Maria-Ward-Schule ist dies anschaulich zu sehen, denn dieses Jahr hat das Gymnasium 1 300 Schülerinnen, und jährlich kommen mehr Anmeldungen, als freie Plätze zu vergeben sind.
Aber bringt das getrennte lernen für Mädchen wirklich etwas? Ja, tut es! Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass Mädchen, die unter sich sind, vor allem in naturwissenschaftlichen Fächern besser abschneiden als in gemischten Schulen. Sie können sich einfach besser konzentrieren! Dazu die Aussage einer Schülerin: „Ich finde Mädchenschulen sinnvoller. Dort muss man sich nicht immer überlegen, ob die Jungs über das, was man sagen möchte, lachen würden oder nicht. Man ist spontaner und offener, was die eigene Meinung angeht.“
Und recht hat sie. Das nicht ständige Unter-Druck-Stehen führt zu intensiverem Lernen, was man daran erkennen kann, dass im Schuljahr 07/08 alle Abiturientinnen der Maria-Ward-Schule das Abitur bestanden haben. Es ist eben doch ein Unterschied, ob Jungs anwesend sind oder nicht, finden die Schülerinnen.
Viele sind dennoch der Meinung, dass Mädchenschulen total veraltet sind. Aber warum werden sie dann immer beliebter? Veraltet? Nein! Das ist ein altes Vorurteil, dass jetzt allerdings nicht mehr stimmt.
Im Endeffekt ist es natürlich jedem selbst überlassen, für welche Schule man sich entscheidet. Nur wer Mädchenschulen von vorne herein ausschließt, der hat sich nicht genug mit ihnen beschäftigt.
Die Autorinnen sind Schülerinnen der Klasse 9e des Mainzer-Maria-Ward-Gymnasiums