SCHÜLER LESEN ZEITUNG Luca Augustiani vom Gymnasium Nackenheim gewinnt Schreibwettbewerb

NACKENHEIM. Als unten im Schulhof das Siegerfoto geschossen wird, fliegen im zweiten Stock die Fenster auf. Applaus, Johlen, Pfeifen – so feiert man einen „Schüler lesen Zeitung“- Sieger. Und Luca Augustiani lächelt dazu verschmitzt in sich hinein.

„Luca ist ein guterSchüler, sehr fleißig,sehr diszipliniert.“ Natalja Diener-Fetaev, Fachlehrerin

Der 14 Jahre alte Achtklässler vom Gymnasium Nackenheim hatte beim diesjährigen Wettbewerb dieser Zeitung die Nase vorn und wurde jetzt dafür entsprechend geehrt. Luca hatte die Jury mit einem einfühlsamen Text über eine Schlaganfallpatientin überzeugt. Die Mutter einer guten Freundin hatte ein solches Schicksal ereilt, Augustiani nahm sich der Sache im Rahmen des Zeitungsprojektes an, anonymisierte die Patientin und kam so vom Einzelfall auf das große Thema. „Die einzelnen Szenen und Fakten hatte ich schnell im Kopf, dann musste ich noch etwas recherchieren“, berichtet Luca. Das Schreiben selbst habe dann rund drei Schulstunden gedauert – durchaus flott für einen Novizen. „Luca ist ein guter Schüler, sehr fleißig, sehr dizipliniert. Und er kann Kritik gut umsetzen“, freute sich seine Deutschlehrerin Natalia Diener-Fetaev für ihren Schützling. Sie hat „Schüler lesen Zeitung“ bereits mehrfach in ihren Klassen bestritten, am Nackenheimer G 8- Gymnasium ist es Pflichtbestandteil der Arbeitspläne der Fachschaft Deutsch. „Wir schätzen die Lese- und Schreibkompetenzen, die dabei erworben werden, und die Fähigkeit, kreative Texte zu schreiben.“

Der dritte Nackenheimer Sieger in drei Jahren.

Auch der stellvertretende Schulleiter Thilo Franke („Ich bin selbst ein alter Zeitungsleser“) war natürlich mächtig stolz auf Luca und lobte den Einsatz von Diener-Fetaev und ihren Kollegen: „Das klappt nur, wenn die Lehrer das wollen und auch voll dahinter stehen.“ In Nackenheim ist das nachweislich der Fall: Schließlich stellt die Schule jetzt schon zum dritten Mal in Serie den Gesamtsieger in dem Zeitungs- Wettbewerb. Bisher hatte Luca übrigens mit Zeitungen nur insofern Berührungspunkte, als er welche austrug. Wenn alles nach Plan läuft, möchte er in vier Jahren sein Abitur in der Tasche haben und dann zur Kriminalpolizei gehen. Das hat zwar mit Journalismus nichts zu tun, „aber ein paar Grundkenntnisse im Schreiben kann ich da sicher auch gebrauchen“. Das stimmt – und dass Luca Augustiani es kann, hat er ja nun hinlänglich bewiesen.