zu Schwerpunkten in der Grundschule

Ist Zeitunglesen überhaupt etwas für Grundschüler? Ja, auf jeden Fall, findet Ursula Dornheim. Sie ist Direktorin der Grundschule Bärstadt, die mit 53 Viertklässlern als eine von sieben Grundschulen im Rheingau-Taunus-Kreis an dem Projekt „Schüler lesen Zeitung“ teilgenommen hat. Zwei Wochen lang war es bei morgendlicher Zeitungslektüre mucksmäuschenstill im Klassenzimmer. Besonders begeistert waren die Schüler jedoch auch davon, selbst Journalist zu spielen und sich gegenseitig zu interviewen. Mareike Russler sprach mit Dornheim über das Projekt, bei dem die Schule auch das nächste Mal wieder dabei sein möchte.Kurier: Frau Dornheim, was hat Sie dazu bewogen, mit Ihrer Schule an dem Projekt „Schüler lesen Zeitung“ teilzunehmen?

Dornheim: Wir haben bei diesem Projekt mitgemacht, um die Lesemotivation mittels neuer Medien aufzubauen. Unsere Schüler lesen zwar Kinderbücher, aber das Zeitunglesen ist für sie eine ganz neue Erfahrung. Das Beschaffen von Informationen passt außerdem genau in das Lesekonzept unserer Schule.

Kurier: Welche Erfahrungen haben Sie mit „Schüler lesen Zeitung“ gemacht?

Dornheim: Durchweg nur gute. Die Kinder haben hoch motiviert gearbeitet und sich gegenseitig auf Artikel aufmerksam gemacht, die sie zum Teil persönlich sehr berührten. Die betreuenden Lehrerinnen waren außerdem angetan von dem vorbereiteten Material, das im Internet zur Auswahl bereitgestellt wird.

Kurier: Welchen Bezug haben Grundschüler denn zur Zeitung?

Dornheim: Eine unmittelbare Beziehung ist eigentlich eher nicht gegeben, doch hat sich die Einstellung und Motivation zum Zeitunglesen durch das Projekt deutlich geändert und verbessert.