Von
Thomas und Gaby Schmitt
ALZEY Es gibt tausend Gründe, dem Alkohol zu verfallen: Manche Jugendliche wollen alles um sich herum vergessen, den Stress zu Hause, mit Freunden oder in der Schule, flüchten sich in Alkoholkonsum und sind sich der Gefahren dabei nicht bewusst.
Doch bereits maßvoller Alkoholkonsum (0,2 Promille Blutalkohol, entsprechend ungefähr 0,3 Liter Bier oder 200 Milliliter Wein je nach Körpergewicht und Konstitution) wirken sich auf das Nervensystem und speziell auf das Gehirn aus. Das Blickfeld wird verengt und die Reaktionszeiten verlangsamen sich.
Übermäßiger Konsum von Alkohol kann neben unheilbaren Krankheiten wie Leberzirrhose, Nervenerkrankungen auch viele Krebserkrankungen hervorrufen.
Durch Alkoholmissbrauch haben im Jahr 2003 etwa 40000 Menschen in Deutschland, darunter über 8000 Kinder zwischen zehn und 15 Jahren, ihr Leben verloren. Im Vergleich hierzu starben 1477 Personen durch illegale Drogen und 110000 als Folge des Tabakverbrauchs.
Auch wenn die Krankheit Alzheimer hauptsächlich bei älteren Menschen auftritt, zeigt eine Studie, dass der regelmäßige Konsum von Alkohol und Tabak einen Menschen bis zu fünf Jahre früher anfälliger machen kann als im Durchschnitt.
Die eigene Erkenntnis, dass man abhängig ist, fällt den Erkrankten meist schwer und kostet Kraft. Direkte Hilfe aus der Sucht erfahren die Betroffenen weniger durch Freunde, Verwandte oder das Umfeld, sondern durch professionelle Unterstützung. Hilfe bieten auch Selbsthilfegruppen der anonyme Alkoholiker.
Realschule Wörrstadt,
Klasse 8b