Maria-Ward-Schülerinnen recherchieren in Frankfurt / Von Jumbo Jets und Pilotinnen

Von Andrea Pees, Helena Brill, Nadine Kern, Prisca Bader und Julia Baureiß
Der Frankfurter Flughafen ist der zwölftgrößte Passagierflughafen, der siebtgrößte Frachtflughafen und der bedeutestende Postflughafen in Europa. Doch es steckt noch viel mehr dahinter. Er ist eine kleine Stadt, in der keiner lebt, aber 70 000 Menschen arbeiten. „Gutes Englisch ist eine der Voraussetzungen für viele Jobs am Flughafen“, erklärt Roy Watson den Mädchen. In 30 Jahren hat der Airport es auf 50 Millionen Passagiere gebracht. Schon bei der Anfahrt bemerkt man das rege Treiben an den Terminals und auf den Start- und Landebahnen. Täglich fliegen gut 180 000 Menschen ab oder kommen an.
Watson bezeichnet ein Flugzeug als fliegendes Rohr mit Tragflächen und Gepäck. Die über 770 Flugzeuge, die täglich im Einsatz sind, befinden sich 17 von 24 Stunden in der Luft, denn nur ein Flugzeug in der Luft verdient Geld, so Watson. Sobald es am Boden steht, kostet es Geld. Wenn Maschinen landen, haben sie eine „Turn-around-time“ von eineinhalb Stunden. In dieser Zeit werden sie gewartet, um wieder startklar zu sein. Die Sicherheit am Flughafen hat sich seit dem 11. September 2001 stark verändert. Alles wurde sicherer und somit auch teurer. Die Sicherheitschecks wurden verschärft, und jede Kleinigkeit muss überprüft werden. Diese Erfahrung machen auch die Mädchen aus Mainz. Bevor sie in den Bus steigen dürfen, der sie über das Rollfeld fährt, müssen sie ihre Taschen verwahren und werden abgetastet – obwohl sie gar nicht wegfliegen wollten.
Eine Reise im Flugzeug ist in drei Kategorien, die First Class, die Business Class und die Economy Class, unterteilt. Ein Flug in der Firstclass von hier nach Hongkong kostet etwa 12 000 Euro. Das Terminal gehört der Fraport AG als Betreiberfirma des Flughafens, und Fluggesellschaften bezahlen pro Landung rund 3 000 Euro. Der Jumbo Jet ist eines der Flugzeuge, das den Frankfurter Flughafen anfliegt. Er fliegt seit ca. 40 Jahren, weshalb es ein sehr erprobtes Flugzeug ist. Es kostet 250 Millionen Dollar und hat ein maximales Startgewicht von 410 Tonnen. Interessiert nahmen die Schülerinnen zur Kenntnis, dass der Pilotenberuf früher nur ein Männerberuf war, doch mittlerweile auch von Frauen ausgeführt wird.
Dass die erste Fluglinie weltweit die Lufthansa war, gehörte außerdem zu den neuen Informationen, die die Mädchen eifrig mitschrieben. Besonders aufmerksam waren sie, als sie hörten, dass sich auf dem Flughafen zahlreiche Hotels, wie das Steigenbergerhotel, das Sheraton und das Intercity Hotel, befinden.
Die Autorinnen sind Schülerinnen der Klasse 9e, Maria-Ward-Schule Mainz