Klasse 8 d der Humboldt-Schule wollte viel über den Kurier wissen

hol. WIESBADEN Seit knapp drei Wochen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der 8 d der Wiesbadener Humboldt-Schule mit dem Kurier. Sie machen mit beim Projekt „Schüler lesen Zeitung“. Das Druckhaus der Verlagsgruppe Rhein-Main in Mainz-Mombach, wo auch der Kurier gedruckt wird, haben die Achtklässler längst besichtigt und auch sonst sind sie fit, was Zeitung angeht. Ihre Lieblingsseiten? „Das Magazin, der Sport und die Junge-Leute-Seite“, kommt es übereinstimmend. Klar. Geschichten über Stars oder darüber, dass ein Flugzeug, das getestet werden sollte, gegen eine Mauer rast (wie vor einigen Tagen), lesen die 13- bis 14-Jährigen, die gestern bei Lehrerin Ute Niebergall-Herber Politik und Wirtschaft hatten, als Kurier-Redakteurin Anke Hollingshaus ihnen einen Besuch abstattete.
Wann sie morgens anfängt zu arbeiten, wollten die Schüler wissen. Aber auch, „wie der Kurier überhaupt erfährt, wenn in China irgendetwas passiert und wie das in die Zeitung kommt“. Selbstverständlich hat der Kurier nicht überall auf der Welt eigene Korrespondenten. Über Nachrichtenagenturen gelangen die Meldungen zu uns.
Und im Lokalen? Was müssen die Journalisten mitbringen, die dort arbeiten? „Sie müssen sich in Wiesbaden auskennen“, wissen die Schüler. „Und sie müssen mit ganz verschiedenen Leuten reden. Müssen Geduld mitbringen, wenn sie recherchieren.“ Stimmt. Die Humboldt-Schüler waren gut informiert. Sie selbst sind natürlich nicht nur Kurier-Leser, sondern auch oft ausgiebig im Internet unterwegs. Und was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden? „Das Internet ist schneller, aber es ist auch anonymer und weil jeder dort etwas hinein schreiben kann, ist es nicht so zuverlässig.“ Die Zeitung genießt eine hohe Glaubwürdigkeit bei den Jugendlichen.
Einige aus der Klasse können sich vorstellen, später selbst als Journalisten zu arbeiten. Warum? „Ich will einerseits nicht nur im Büro sitzen, sondern stattdessen viel draußen sein. Andererseits aber auch eine anspruchsvolle Tätigkeit machen.“
Noch haben die Achtklässler Zeit mit der eigenen Berufswahl. Bei „Schüler lesen Zeitung“ schreiben sie aber schon Artikel. Ums Liliencarré geht es bei den Berichten der Humboldt-Schüler genauso, wie um die Unterschiede zwischen einer privaten und einer gesetzlichen Krankenversicherung. Eine große Bandbreite. Wie im Kurier.