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Thassilo Papp, Alexander Held, Robin Weis und Julien Duschka, Klasse 8b, Stefan-George-Gymnasium, Bingen
Tornados gibt es auf der ganzen Welt, auch in Deutschland. Wenn unser Land ein US-Bundesstaat wäre, wären wir dort auf Platz 10, was die Häufigkeit und Stärke von Tornados angeht! In Deutschland gibt es jährlich etwa 20 bis 30 Tornados. Im Jahr 2005 waren es 30 und es gab 30 weitere Verdachtsfälle. Viele Tornados werden nur vermutet oder gar nicht entdeckt, weil sie manchmal nur eine halbe Minute dauern und durch unbewohntes Gebiet ziehen. Deshalb dürfte die wirkliche Anzahl an Tornados weit höher liegen.
Der heftigste Tornado in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland war am 10 Juli 1968 in Pforzheim. Er kostete zwei Menschen das Leben, verletzte 200 teilweise schwer, zerstörte 1750 Häuser und verursachte einen Schaden von 130 Millionen Mark.
Tornados werden bei uns häufig Windhosen genannt, das ist aber nur eine andere Bezeichnung für das gleiche Wort. Hurrikans jedoch sind etwas anderes. Im Unterschied zu Tornados haben Hurrikans meist einen Durchmesser von mehreren 100 Kilometern pro Stunde und bewegen sich schneller fort, haben jedoch eine nicht so hohe Drehgeschwindigkeit.
Tornados entstehen wenn warme, feuchte Luft auf kalte, trockene trifft, wie zum Beispiel die warme Luft vom Golf von Mexiko und die kalte von den Rocky Mountains. Die kalte Luft schiebt sich über die warme Luft, da die warme Luft aber eine geringere Dichte hat und nach oben strömt, bilden sich Aufwindschlote. Diese Warmluftsäulen enden in einer Gewitterwolke. Durch die aufgrund des geringen Drucks entstehenden Kondensationserscheinungen wird der Schlauch sichtbar. Die Kondensation sorgt für die oft Tornados begleitenden Gewitter. Durch angesaugtes Material vom Boden färbt sich der Schlauch meist schwarz. Der entstandene Tornado bewegt sich nun mit 50 bis 60 Kilometern pro Stunde fort.
Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit eines Tornados betrug 485 Kilometer pro Stunde, gemessen 1998 in Oklahoma. Oklahoma gehört zu der „Tornado-Allee“, die sich in den USA zwischen Texas und North Dakota befindet. In diesem Bereich gibt es weltweit die meisten Tornados, etwa 700 bis 800 Stück im Jahr.
Tornados kündigen sich mit einem lauten Grollen an. Sie dauern meist nur kurz, zwei Drittel aller Tornados dauern nur drei Minuten, und hinterlassen eine „nur“ 300 Meter breite und 25 Kilometer lange Spur der Verwüstung. Neben der Drehgeschwindigkeit führt auch der extreme Unterdruck im Inneren des Tornados, durch den die Häuser zerbersten, zu der Schneise, die ein Tornado hinter sich herzieht.