AZ-Nachwuchsreporter interviewen 14-jährige Austauschschülerin aus Lörzweiler über ihre zweiwöchige China-Reise

Florian: Hallo Bianca, wie kam es zu Deiner Reise nach China?
Bianca: Ich besuche die 9. Klasse der Carl-Zuckmayer-Realschule in Nierstein. Die Schule hat einen Schüleraustausch für die 9. und 10. Klasse angeboten. Insgesamt waren wir 12 Schüler und Schülerinnen und zwei Lehrer.
Daniel: Waren die Chinesen nett?
Bianca: Ja sehr! Nach Xiamen kommen kaum Touristen, deshalb wurden wir oft bestaunt und viel fotografiert. Wir sollten sogar häufig Autogramme geben. Gut war, dass uns eine thailändische Mitschülerin vorher viele Verhaltensregeln erklärt hat.
Frank: Wie habt Ihr mit den Chinesen geredet?
Bianca: Mit den Austauschschülern konnten wir Englisch reden und wurden von ihnen übersetzt. In den Familien verständigten wir uns auch oft in Zeichensprache und natürlich haben wir auch etwas Chinesisch gelernt. „Ni hau“ heißt zum Beispiel „Hallo“.
Granit: Was habt Ihr in China gegessen?
Bianca: Es gab viel Reis, Fisch und Hühnchen. Die Chinesen essen alle Mahlzeiten warm und auch zum Frühstück gibt es schon Reis.
Florian: Wie sahen die Wohnungen der Chinesen aus?
Bianca: Eigentlich so wie bei uns. Wir waren alle in wohlhabenden Familien untergebracht. Fast alle deutschen Austauschschüler hatten ein eigenes Zimmer.
Roman: Was habt Ihr in den zwei Wochen alles gemacht?
Bianca: Die chinesische Schule hat ein ganzes Programm für uns vorbereitet. Wir waren zum Beispiel im Nationalpark Zhangjiajie in der Provinz Huan (UNESCO Weltkulturerbe). Dort stehen die drei Teebäume des Präsidenten, die bewacht werden. In Xiamen bekamen wir viele Tempel und andere Sehenswürdigkeiten zu sehen.
Margarethe Krämer: Wie war es in der chinesischen Schule?
Bianca: Die Schüler sind dort sehr diszipliniert. Der Unterricht geht von 7 Uhr morgens bis 17 Uhr. Wenn man eine Frage hat oder antwortet, muss man aufstehen. Wir wurden bei unserer Ankunft von 300 Schülern begrüßt. Insgesamt besuchen 3 000 Schüler die Schule. Die Einteilung in Grund-, Haupt-, Realschule oder Gymnasium gibt es in China nicht.
Lisa: Wie war das Wetter in Xiamen?
Bianca: Wir hatten angenehme 20 bis 25 Grad. In China ist gerade Frühling.
Roman: Womit bezahlt man in China?
Bianca: Das Geld heißt Yuan. 100 Yuan sind genau 10 Euro.
Das Interview wurde aufgeschrieben von Florian Storm, Elena Schultz, Roman Schleicher und Margarethe Krämer (Klassenlehrerin der 4a)