„Je älter man ist, umso extremer tritt Mobbing auf. Deshalb kam Mitte November Frau Bopp von der AG Jaguar in unsere Klasse. Anfangs unterhielten wir uns über alterstypische Verbrechen, wie Sachbeschädigung, Erpressung und Körperverletzung. All diese extremen Verhaltensweisen treffen sich allerdings bei einem Punkt: dem Mobbing. Wie man seinen Nächsten systematisch zu Boden bringt, hatten einige in der Klasse schon selbst oder in ihrem Umfeld erleben müssen. Einer der Schwachpunkte des Gesprächs war, wie sich Leidtragende fühlen. Um sich davon eine bessere Vorstellung machen zu können, sollten wir und alle selbst in die Lage eines Mobbingopfers versetzen. Deshalb fiel es uns auch nicht schwer, nachzuvollziehen, wie es einem Betroffenen ergeht. Im Extremfall kann es von Hilflosigkeit zu immer größer werdender Abneigung in die Schule zu gehen, Bauch- und Kopfschmerzen, Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken gehen. So weit kommt es zum Glück aber eher selten.
Ziel des Gesprächs war es, allen klar zu machen, wie abartig solches Verhalten ist. Weiter redeten wir darüber, was man gegen Mobbingattacken machen und an wen man sich wenden kann. Zum Beispiel kann man auf die Täter zugehen und sie auf ihr Verhalten ansprechen. Ich glaube, nach diesem Gespräch wird so schnell keiner mehr aus unserer Klasse irgendwen mobben, war ich doch sicher nicht die einzige, die dachte: Hoffentlich komme ich nie in solch eine Situation.“