Schüleraustausch der IGS-Kastellstraße mit Frankreich

WIESBADEN 26 Schülerinnen und Schüler der IGS-Kastellstraße fuhren am 13. November 2006 nach Saint-Étienne in Frankreich, um dort ihr Französisch zu verbessern. Saint-Étienne ist 79,97 Quadratkilometer groß und hat 180 210 Einwohner.
Viele der Schüler hatten erst ziemliches Muffensausen, da sie Angst hatten, dass sie in eine nicht sehr angenehme Familie kommen könnten. Doch als sie dann da waren, war dieses Gefühl wieder verflogen. Sie wurden sehr freundliche empfangen. Jeder der Schüler wurde einer Familie zugeteilt. Als man sich vorstellte und die ersten Worte miteinander wechselte, merkte man, dass es viele Gemeinsamkeiten gab.
Am ersten Tag gingen die deutschen Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal in die französische Schule, die vielen wie ein Gefängnis vorkam. Man musste immer durch ein Tor, das fast die ganze Zeit zu war und nur um acht, neun, von zwölf bis 13 und von 17.30 bis 18 Uhr offen war. „Die haben ja sehr viel Schule“, bemerkte einer der deutschen Schüler. In den Pausen durfte man erst in die Klassen, wenn die Aufseher durchgezählt hatten.
Den deutschen Schülerinnen und Schülern fiel auch noch auf, dass vieles in Frankreich ganz anders gehandhabt wurde, wie zum Beispiel: „Fast jeder Franzose geht über eine rote Ampel“.
In den ersten fünf Tagen machten die Schülerinnen und Schüler ein Kunstprojekt. Sie stellten mit Farbe und Sachen aus ihrem Land ein wildes, buntes Bild zusammen. Weiterhin besuchten sie ein Bergwerksmuseum. Man hatte ihnen gesagt, sie würden jetzt 500 Meter unter die Erde fahren, doch wie sich später herausstellte, waren sie sieben Meter unter der Erde gewesen. Fast alle Schülerinnen und Schüler aus Deutschland sagten: „Das war ja voll die Verarsche!“.
An dem Wochenende waren die Schülerinnen und Schüler in ihren Familien ganz auf sich gestellt. Viele erzählten, dass sie das Fußballspiel AS Saint-Étienne gegen Nice besuchten. AS Saint-Étienne gewann zwei zu eins. Dies beeindruckte sie total.
Am Montag besichtigten die Deutschen noch die Großstadt Lyon. Am Dienstag wurde eine gemeinsames Musikprojekt gemacht. Am Mittwoch dann das große Heulen. Der Abschied war da und man wird sich erst in drei Monaten wiedersehen. Die Deutschen stiegen ein und fuhren knapp elf Stunden nach Wiesbaden zurück. Dort wurden sie von ihren Familien empfangen.
Benedikt Sieben, Klasse 8a der IGS-Kastellstraße, Wiesbaden