SCHÜLER LESEN ZEITUNG Oppenheimer Gymnasiasten erobern die Labors von Boehringer Ingelheim

Von Sarina Paulus, Klasse 9 b,
Gymnasium zu St. Katharinen
OPPENHEIM/INGELHEIM. Im Rahmen des Projektes „Schüler lesen Zeitung“ waren 14 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 b des Gymnasiums zu St. Katharinen in Oppenheim von Boehringer Ingelheim eingeladen worden. Sie kamen nach der Bahnfahrt mit ein bisschen Verspätung in Ingelheim an. Persönliche Erwartungen an die Exkursion gab es nicht wirklich, vor allem, weil niemand eine Ahnung hatte, was bei dem Besuch bei Boehringer überhaupt auf die Gäste zukam. So wurde am ehesten noch mit einer Führung und ein paar Broschüren zum Mitnehmen gedacht. Ein Irrtum, wie sich herausstellen sollte.
Mit Besucherausweisen ausgestattet ging es für die Gruppe zu einem der vielen Gebäude auf dem Werksgelände. Dort wurde sie in Empfang genommen und zu einem Aufenthaltsraum gebracht, wo dann erklärt wurde, was an diesem Tag auf dem Programm stand. Als von der selbstständigen Herstellung von Lippenbalsam und Haargel die Rede war, wurde das Interesse der Besucher dann doch geweckt. Und während die Sicherheitshinweise erklärt wurden, schielten alle zu Multivitaminsaft und Keksen hinüber, die schon bereitstanden. Doch waren die schnell vergessen, als es tatsächlich losging. Zuerst wurden die Besucher mit weißen Kitteln, Hauben und Schutzbrillen eingekleidet. Im Schülerlabor ging es dann an die Arbeit. Glycerin wurde abgewogen, Mandelöl und Bienenwachs im Wasserbad erhitzt, D-Panthenol aus Gläsern gekratzt, PH-Werte mit Natronlauge abgestimmt und die Ergebnisse mit Aromen wie Flieder, Apfel oder Vanille verfeinert – eine ganz lustige Angelegenheit. Nach einer Pause – hier kamen die Kekse zum Einsatz – ging es weiter. Mittags ging es mit dem Zug wieder heim, Haargel und Lippenbalsam im Gepäck. Und das Fazit? Die Exkursion hatte sich gelohnt. Die Gymnasiasten hatten Spaß, erfuhren einiges über die Arbeit in den Labors bei Boehringer Ingelheim und im Klassenzimmer duftete es noch tagelang nach Vanille.