Besucher der „Hainerberg Elementary School“ aus Wiesbaden bei den Treburer Grundschülern

dev. TREBUR Der Blick wanderte gestern bei den Kindern der Klasse 3a noch häufiger zur Uhr als sonst: Um 9 Uhr war der Besuch einer amerikanischen Grundschulklasse angekündigt. Mit einem gemeinsamen Frühstück wurden die Gäste schließlich begrüßt, bevor zu einem Ortsrundgang aufgebrochen wurde.
Zuerst standen sich die Kinder der beiden Klassen etwas scheu gegenüber. Dabei war kurz vorher noch einmal geübt und auch das „Main-Spitze“-Zeitungslied auf Englisch gesungen worden. Doch mit dem gemeinsamen Frühstück wurde der Kontakt enger. Den skeptischen Blicken einiger Kinder der zweiten Klasse der „Hainerberg Elementary School“ aus Wiesbaden nach zu urteilen, kannten sie verschiedene Speisen noch nicht. Andere griffen herzhaft zu und testeten einfach das angebotene Essen. Der Besuch war ins Projekt „Schüler machen Zeitung“ eingebettet – ein Thema, das mit großem Interesse aufgenommen wurde. Schon allein wegen der drei „Dauerzeitungsleser“ im hinteren Teil des Klassenzimmers: Dort hatten die Kinder lebensgroße Puppen aufgebaut, die konzentriert in die Lektüre der „Main-Spitze“ vertieft sind.
Frisch gestärkt gingen danach die Schülerinnen und Schüler von Edeltraud Groß und Regina Green nach draußen. Es stand ein Besuch in der Laurentiuskirche an. Pfarrerin Monika Heinrich wartete bereits auf die Kinder und führte durch das Kirchengebäude. Mit einem Rundgang durch den historischen Ortskern und der Besichtigung von Fachwerkhäusern endete der Rundgang.
Die Kontakte zu den amerikanischen Schulen stammen noch aus den Zeiten der Air-Base. Siegfried Kugies und die damalige Schulleiterin Kristine Nadler hatten den Kontakt geknüpft, der auch nach der Schließung der Air-Base nicht abriss, wie Regina Greene erzählt.
Das Interesse am Besuch war auf beiden Seiten groß. In Trebur unterstützten Manfred von Sondern, Bettina Olsson und Elke Ramsch Klassenlehrerin Edeltraud Groß. Die amerikanischen Kinder waren von einer Handvoll Mütter begleitet worden. „Es wollten noch viel mehr nach Trebur mitfahren“, sagte Green lachend.
Als Erinnerung an den Besuch hatten die Hainerberg-Schüler für jede Klasse ein Freundschaftsband geknüpft: Ineinander verkettete Papierringe, auf denen die Namen der Kinder notiert wurden. Mit einem weiteren gemeinsamen Essen wurde der Besuch dann beendet. Diesmal gab es Pizza, die allen gut schmeckte. Und der Arbeitsauftrag an die Kinder, ihre Erlebnisse für die Zeitung auf Papier zu bringen.