SCHÜLER LESEN ZEITUNG Was Viertklässler der Grundschule Innenstadt interessiert

Von Angelika Heyer

RÜSSELSHEIM. Wie erfahren die Zeitungsmacher davon, dass in Mexiko die Erde bebt? Woher nehmen sie die Informationen, die über Rüsselsheim veröffentlicht werden? Wie kommt danach die Schrift auf das Zeitungspapier? Und was hat eigentlich Strom mit der Zeitung zu tun? Viele Fragen, die die neun- und zehnjährigen Jungen und Mädchen der Klasse 4 b der Grundschule Innenstadt bei Redakteurin Angelika Heyer und Süwag- Sprecherin Tatjana Heyer (nur zufällig namensgleich) sowie Andrea Preuhsler von der VRM loswerden wollten. Fast eine Stunde lang gingen die Arme in die Höhe, bevor für die Kinder das eigentliche „Zeitungsfrühstück“ mit belegten Brötchen, süßen Teilchen, Bananen und Äpfeln begann. Die 4 b nimmt, wie alle vierten Klassen der Grundschule Innenstadt, auch in diesem Jahr an dem Projekt „Schüler lesen Zeitung“ unserer Verlagsgruppe teil. Eine Besonderheit: Die 4 b mit ihren 22 Schülerinnen und Schülern und Klassenlehrerin Julia Kissner hat quasi zum Auftakt ein „Zeitungsfrühstück“ gewonnen.

Vor dem Essen und Trinken galt es also den Wissensdurst zu stillen. Andrea Preuhsler erklärte, wie wichtig es der VRM ist, bei jungen Leuten das Lesen und damit die Bildung zu fördern. Kindern Bildung zu vermitteln: Das sei auch für das Energieversorgungsunternehmen Süwag der Grund, „Schüler lesen Zeitung“ zu unterstützen, sagte Tatjana Heyer. Vier Wochen lang erhalten die Klassen jeden Morgen für jedes Kind eine Main-Spitze, die erste Woche haben sie an der Grundschule Innenstadt jetzt schon hinter sich.

Besuch im Druckzentrum ist auch geplant.

Was interessiert die Neun- und Zehnjährigen in der Zeitung am meisten? „Sport“, kommt von einem Jungen wie aus der Pistole geschossen. Die Trainersuche bei Bayern München zum Beispiel. Aber auch, was in der Welt passiert, wie jetzt gerade das schreckliche Massaker in Las Vegas. Und dann gibt es auch Situationen, in denen die Schüler selber in der Zeitung vorkommen, wie sie stolz erzählen. Nach einer Aufführung mit dem Schulchor zum Beispiel, oder mit einer eigenen Ausstellung. Begeistert berichten die Viertklässler von den Skulpturen, die sie im vergangenen Jahr für die Ausstellung „Kinderaugen – Ein Blick von Kindern auf ihre Stadt“ im Rathaus gefertigt haben – eine Ausstellung, über die dann in der Zeitung berichtet wurde. Wie die Texte dann tatsächlich aufs Zeitungspapier kommen, das können die Viertklässler beim geplanten Besuch im Druckzentrum der VRM sehen – ein Termin, den sie mit besonders viel Spannung erwarten.