Aufgabengebiet und Ausbildungsbedingungen der Ergotherapeuthen

„Ergotherapie“ kommt vom griechischen „ergos“ (Handeln). Ziel ist es, die Selbstständigkeit des Menschen zu fördern. Wer ergotherapeutische Behandlungen bekommt, hat motorische, Wahrnehmungs-oder auch kognitive Störungen beziehungsweise solche im Sozialverhalten. Behandlungen dauern meist 45 Minuten, bei motorischen Störungen 30, bei psychischen Problemen 60 Minuten. Mit dem Bobath-Konzept übt man normale Bewegungsabläufe. Das Marburger Konzentrationstraining trainiert genaues Aufpassen. Mit der Sensorischen Integration wird die Wahrnehmung (Spüren, Sehen, Gleichgewicht) behandelt. Es gibt aber aber noch viele andere Behandlungsarten. Die Ergotherapie wird in vier Bereiche aufgeteilt: Pädiatrie (Kinder), Neurologie (z.B. Schlaganfall, Seitenlähmung), Arbeitstherapie (für Behinderte), Psychiatrie (z.B. Belastungstraining).
Die ergotherapeutische Ausbildung dauert drei Jahre an einer staatlichen oder privaten Schule. Im Gegensatz zu anderen Ausbildungen bekommt man kein Geld. Der Azubi braucht einen Realschulabschluss und muss mindestens 18 Jahre alt sein. Abitur ist nützlich, wenn man nach der schulischen Ausbildung noch ein Studium von vier Semestern machen möchte. Man kann mit Abitur auch direkt an einer Fachhochschule acht Semester studieren. Während der Ausbildung muss man vier Mal für drei Monate ein Praktikum machen, etwa in einer ergotherapeutischen Praxis. Danach ist man staatlich geprüfte Ergotherapeutin oder -Therapeut.
Im Unterschied zur Physiotherapie arbeitet man bei der Ergotherapie mehr mit Kindern. Die Physiotherapie ist auch mehr auf Motorik und Muskelgruppen spezialisiert.
Johanna Glassl, 7d