KOMMUNALWAHL Gymnasiasten machen sich schlau über Kandidaten-Pläne

Von Lilli Horcher
und Stella Wilke
OPPENHEIM. Am kommenden Sonntag stehen Kommunalwahlen an. Doch wer denkt, Politik sei nur was für Erwachsene, der hat sich mächtig getäuscht. Denn Bürgermeister und Stadtrat entscheiden auch über Dinge, die Jugendliche betreffen, wie zum Beispiel die Einrichtung von neuen Freizeitangeboten. Deshalb haben zwei Schülerinnen der 10 f am Katharinengymnasium recherchiert, was die Bürgermeisterkandidaten für die Stadt Oppenheim im Bereich der Jugendarbeit realisieren wollen.
Helmut Krethe, Spitzenkandidat der Oppenheimer CDU und Vater eines Sohnes, will die Jugendarbeit der Vereine unterstützen, aber auch Möglichkeiten für Jugendliche schaffen, die nicht in Vereinen organisiert sind. Deshalb soll beispielsweise ein Kletterpark errichtet werden sowie ein Skatepark, der im Winter zum Eislaufen genutzt werden kann. Sein Ziel, aus Oppenheim die kinder- und jugendfreundlichste Stadt Rheinhessens zu machen, will er auch durch die Einrichtung eines Kinder- und Jugendbüros erreichen, das sich um die Interessen von Kindern und Jugendlichen kümmern soll. Auch soll ein Kinder- und Jugendstadtrat eingeführt werden, der es den Kindern und Jugendlichen ermöglicht, sich selbst für die Umsetzung ihrer Ideen einzusetzen. Des weiteren stehen ein Fest zum Weltkindertag, das Angebot von verschiedenen Workshops, die Organisation kostenloser Sommerspiele sowie die Aktion Jugend in Europa, die einen Austausch mit Jugendlichen aus Oppenheims Partnerstädten hervorbringen soll, auf dem Programm.
Marcus Held, der sich erneut als SPD-Kandidat für das Amt des Stadtbürgermeisters bewirbt, hat zwar selbst keine Kinder, jedoch steht auch er ständig in Kontakt zu Jugendlichen in seinem Umfeld. Er bezeichnet die Jugendarbeit als einen wichtigen Punkt im SPD- Programm und will die Vereine in ihrer Arbeit weiterhin unterstützen. Zudem soll das Jugendhaus seinen jetzigen Standort verlassen und in die noch bestehende Landskronschule einziehen. Auch soll die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugendhaus verstärkt werden. Wie auch Helmut Krethe will Marcus Held ein Kinder- und Jugendparlament einrichten, um somit den Jugendlichen eine neue Möglichkeit zu geben, ihre Interessen durchzusetzen. Ein weiteres Beispiel hinsichtlich der Jugendarbeit sind die Jugendfestspiele, die dauerhaft in Oppenheim stattfinden sollen. Der Jugendbandwettbewerb im Kulturkeller soll ebenfalls regelmäßig ausgetragen werden.
Raimund Darmstadt, Vater von drei Töchtern und Bürgermeisterkandidat der AL, will sich ebenfalls besonders für Kinder und Jugendliche einsetzen. So plant auch er die Förderung und Unterstützung von Vereinen und Verbänden sowie die stärkere Berücksichtigung der Interessen von Kindern und Jugendlichen im Bereich des Kulturangebots. Veranstaltungen wie Kino, Theater, Ausstellungen oder Konzerte sollen ein fester Bestandteil werden und Unterstützung erhalten. Das Freizeitangebot soll durch Outdoorangebote wie Minigolf oder Basketball ebenfalls attraktiver werden. Auch die AL will durch eine Skatebahn, die im Winter zum Schlittschuhlaufen genutzt werden kann, das Angebot bereichern. Die Bereitstellung eines mietbaren Proben- und Partyraumes für Jugendliche ist ein weiters Ziel der AL. Das Engagement für die Ausbildung junger Menschen will Raimund Darmstadt ebenfalls fördern, indem die Stadt selbst Auszubildende einstellt.