Zwei Klassen der Adalbert-Stifter-Schule informieren sich über den Arbeitsalltag in einer Redaktion

Von
Nicola Böhme
„Wie wird man Journalist?“, „Woher beziehen Sie Ihre Informationen?“, „Darf man über alles schreiben?“ – Fragen über Fragen haben die 29 Zehntklässler mit ihrem Lehrer Christoph Kost erarbeitet. Den Kurier kennen sie bereits aus dem Projekt „Schüler lesen Zeitung“, er wurde ihnen schon vor den Herbstferien drei Wochen lang täglich in die Schule geliefert, drei weitere Woche folgen nun noch.
Die jungen Leser erfahren allerhand über den Arbeitsalltag eines Journalisten, hören begeistert, dass der Arbeitstag in der Regel erst mit der morgendlichen Konferenz um 10.30 Uhr beginnt. Die Begeisterung schwindet jedoch gleich wieder, als sie erfahren, dass auch Abendtermine und Dienst am Wochenende dazugehören. „Ist das nicht ziemlich anstrengend?“, meint Arjola entsetzt, erkennt dann aber, dass, wenn man einen Beruf mit Spaß, Überzeugung und Begeisterung macht, solch ungewöhnlich Arbeitszeiten nebensächlich sind und ist versöhnt, als sie erfährt, dass es für diese Dienste auch wieder Freizeiten gibt.
Soufial interessiert sich für den Aufbau einer Zeitung und die Gewichtung der einzelnen Artikel, Burhan möchte wissen, warum der „Elefantenkick“, der für ihn eine Art Werbung ist, am Montag auf Seite 2 steht. Als er hört, dass dies eine gemeinsame Aktion von Kurier und dem SV Wehen Wiesbaden ist, versteht er, dass diese Geschichte auf die Seite 2 mit den unterhaltsamen Storys gehört und nicht auf die Seite 3, wo doch eher nachrichtliche Informationen zu finden sind.
Auch Isabel Garbe hat mit ihren 22 Achtklässlern einen ganzen Fragenkatalog erarbeitet. Elias interessiert sich dafür, worüber man schreiben darf und wo die Themen herkommen. Hüseyin möchte wissen, „wieviele Menschen bei der Zeitung arbeiten“. Erstaunt hört er, dass nicht nur Reporter und Fotografen die Zeitung produzieren, sondern auch jede Menge Editoren, Techniker, Anzeigenmitarbeiter, Grafiker sowie Sekretärinnen und ein Stab von Mitarbeitern in kaufmännischen Berufen beteiligt sind. Nicht zu vergessen all die Mitarbeiter im Druckzentrum Mombach sowie die Zusteller und Austräger. Die Kosten für Anzeigen interessieren die Schülerinnen und Schüler ebenso, wie die Auflagenstärke, die interessantesten und spannendsten Geschichten im Leben eines Redakteurs und der Umgang mit Prominenten. Bijan möchte mal wieder etwas über das Eswe-Hallenbad in der Zeitung lesen und ob es nun endgültig „gerettet“ ist, Büsra vermisst die Berichterstattung über die neuesten Modetrends, Adnan würde gerne mit den Spielern des SVWW sprechen und auch darüber schreiben. Na denn los, denn im Rahmen des Projekts „Schüler lesen Zeitung“ sind die Jugendlichen auch dazu aufgerufen, selbst Geschichten zu recherchieren und darüber zu schreiben. Einige Artikel werden dann im Rahmen des Projekts im Kurier abgedruckt.